Internationale Tanzausbildungsinstitutionen unterstützen einheitliche Richtlinien für die Zulassung zu Audition-Bewerbungsverfahren

In Antwort auf unterschiedliche und voneinander abweichende Bewerbungsanforderungen für Auditions, die an Absolventinnen und Absolventen kommuniziert werden, haben sich künstlerische Leiterinnen und Leiter mehrerer Institutionen für professionelle Tanzausbildung darauf verständigt, mögliche Standardrichtlinien für die Zulassung zu Audition-Bewerbungsverfahren aufzuzeigen. Mit dieser Zielstellung wurde der Arbeitskreis C-SAP ins Leben gerufen. Durch Befragungen von Kompanien – großen Balletttruppen – hat der Arbeitskreis Richtlinien erarbeitet, die sich an Bedürfnissen von Studierenden und Kompanien orientieren. Diese Richtlinien (The International Audition Pre-Selection Guidelines oder IAP Guidelines) werden aktuell von über 20 internationalen Ballettkompanien und einer stetig wachsenden Zahl von Schulen, Akademien und Hochschulen für professionelle Tanzausbildung unterstützt. Die Unterstützer der IAP Guidelines haben sich darauf verständigt, die Richtlinien für die Zulassung zu ihren Audition-Bewerbungsverfahren anzuwenden und diese auf ihrer Webseite zu publizieren.

Laut der IAP Guidelines besteht eine Bewerbung aus den Teilen Video, Lebenslauf, Portraitfoto, und Tanzfotos. Die Videoinhalte sind festgelegt und umfassen Auflagen hinsichtlich der technischen Redaktion, Ausführungen zur Länge der einzelnen Sequenzen sowie zu Schuhwerk und Bekleidung. Die Richtlinien geben zudem eine Reihenfolge der einzelnen Sequenzen vor. Mit Hilfe der Standardisierung von inhaltlichen Aspekten der Bewerbung sind die Absolventinnen und Absolventen in der Lage, einmalig ein Video zu erstellen, welches von allen die Richtlinien mittragenden Kompanien sowie von Tanzausbildungsinstitutionen mit post-gradualen Programmen für die Zulassung zu Audition-Bewerbungsverfahren akzeptiert wird.

Weiterführende Informationen finden sich unter: www.iapguidelines.squarespace.com

Der Arbeitskreis möchte weitere Kompanien und Organisationen zum Mittragen der Richtlinien ermutigen. Dafür reicht eine einfache Kontaktaufnahme mit einem der Mitglieder des Arbeitskreises aus:

Jason Beechey, Rektor, Palucca Hochschule für Tanz Dresden, Deutschland; Cheryl Belkin Epstein, Beauftragte Kreativressourcen, Tanzwissenschaftlerin (Klassischer Tanz), Canada’s National Ballet School, Toronto, Kanada; Mavis Staines, Künstlerische Leiterin und CEO, Canada’s National Ballet School, Toronto, Kanada; Margaret Tracey, Direktorin, Boston Ballet School, Boston, U.S.A.; Garry Trinder, Direktor, New Zealand School of Dance, Wellington, Neuseeland.