
Kurz nach Kriegsende eröffnet Palucca im Juli 1945 in Dresden ihre Schule wieder. Zunächst in angemieteten Räumen. 1949 wird ihre Schule verstaatlicht, bekommt den Status einer Fachschule für künstlerischen Tanz. Palucca erfindet das Unterrichtsfach „Neuer Künstlerischer Tanz", um damit auch den Modernen Tanz weiterhin im Lehrplan ihrer Schule beibehalten zu können. Dieses von ihr selbst unterrichtete und entwickelte Fach war eng verbunden mit einer individuellen Auffassung von Improvisation als Unterrichtsgegenstand und -methode.
Doch der klassische Tanz russischer Prägung dominiert die Ausbildung im Schulneubau der Palucca-Schule, der von 1952 bis 1955 am Basteiplatz, südöstlich des „Großen Gartens" in Dresden, entsteht.
Seit 1961 werden Kinder ab dem Alter von zehn Jahren für die siebenjährige Tanzausbildung aufgenommen. 1977 beträgt die Ausbildungszeit acht Jahre. Die Gesamtanzahl der Schüler wächst. So entsteht 1982 ein Anbau mit fünf neuen Ballettsälen in der für die DDR typische Plattenbauweise. Hier unterrichtet Palucca noch bis kurz vor ihrem Tod 1993.