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Geschichte

Palucca, Sprungstudie (um 1930)

Die 1920er Jahre. Palucca tanzt auf allen Bühnen, ist ein Star, wird bewundert, so auch von den bedeuteten Künstlern ihrer Zeit. Bildende Künstler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, László Moholy-Nagy sehen sie tanzen, kommunizierten mit ihr, prägen sie. Am 29. April 1927 tritt Palucca im Bauhaus in Dessau auf. „Palucca verdichtet den Raum, sie gliedert ihn: der Raum dehnt sich, sinkt und schwebt – fluktuierend in allen Richtungen" schreibt Moholy-Nagy über Palucca. 

Aber schon früh will Palucca nicht nur auf der Bühne stehen und tanzen. Sie ist eine rebellische junge Frau, will die Energie ihrer Zeit weitergeben. So gründet sie 1925 ihre eigene Schule in Dresden. Zunächst in ihren Privaträumen, später in angemieteten, gibt Palucca Unterricht. 

Freien Tanz zu vermitteln wird ihr in der Zeit des Nationalsozialismus nicht mehr gestattet. Begründung: ihre jüdische Herkunft. Ihre Schule wird 1939 geschlossen, aber sie darf weiter tanzen, tritt sogar im Eröffnungsprogramm der Olympischen Spiele 1936 in Berlin auf und begeisterte ihre Generation – auch auf den Bühnen der Fronttheater. Paluccas Tanz fasziniert wohl auch Fürsprecher in der Reichskanzlei. Ein Tanzverbot wird für sie nie ausgesprochen.

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